Awards & Jury

Die bei BILDRAUSCH präsentierten Filme sind alle für sich genommen preiswürdig. Und doch bieten Filmpreise den Filmschaffenden neben der gebührenden Anerkennung auch eine finanzielle Unterstützung. Der Peter-Liechti-Wanderpreis und der Kurzfilmpreis werden von einer Jury vergeben. Das Publikum ist eingeladen, seinen Favoriten zu wählen.

AUSZEICHNUNGEN FÜR KÜNSTLERISCHE LEISTUNG UND DREHBUCH

Ein Tribut an den Mut, «aufs Ganze zu gehen»
Der Preis für künstlerische Leistung ist eng mit dem Erbe des Schweizer Filmemachers und Autors Peter Liechti (1951–2014) verbunden. Als Wegbegleiter der ersten Stunde unterstützte er BILDRAUSCH massiv und prägte das Festival mit seiner radikalen Haltung. Er ehrt Werke, die sich durch besonderen erzählerischen oder visuellen Mut auszeichnen – Filme, die sich ganz im Sinne Liechtis «in die Äste wagen, weit hinaus in einen Bereich, in dem es wirklich ungemütlich werden kann».

Dieser mit CHF 1’500.– dotierte Preis wird als Wanderpreis in Form einer von Luzia Vogt gestalteten liegenden Acht übergeben.

Neu 2026: Fokus auf den Ursprung der Vision
Jede grosse filmische Vision beginnt mit dem ersten geschriebenen Wort. Dort, wo aus einer vagen Idee ein konkretes Treatment oder Drehbuch wird, entscheidet sich der Mut der Erzählung.
Zum ersten Mal vergibt BILDRAUSCH 2026 eine Auszeichnung für ein Drehbuch bzw. Treatment im Bereich Dokumentarfilm. Damit fördern wir die Phase des Entstehens und ehren jene Texte, die bereits auf dem Papier «aufs Ganze gehen».

Dieser neue Preis für die stoffliche Entwicklung ist mit CHF 1’500.– dotiert.

KURZFILMPREIS

Der Kurzfilmpreis, liebevoll SHORTS genannt, würdigt den unvergleichlichen Geist der Kreativität, des Einfallsreichtums und der Unabhängigkeit, der inspiriert, bewegt und verwandelt.Der Schweizer Kurzfilm steht im Zentrum. Der SHORTS AWARD ist mit CHF 1’000.– dotiert.

PUBLIKUMSPREIS

Der Publikumspreis prämiert den beliebtesten Film unserer BILDRAUSCH Zuschauer*innen. Er ehrt ein herausragendes Werk durch Abstimmung. Der Gewinnerfilm erhält ein Preisgeld von CHF 1'000.-. Die Filme der jeweiligen Preisträger*innen werden als SPECIAL im Herbstprogramm des Stadtkino Basel nochmals gezeigt.

Jury Peter-Liechti-Wanderpreis

Masha Chernaya

Masha Chernaya

Abschied, Trennung, Aufbruch. Das sind die Themenfelder, die Masha in ihren bisherigen Filmen abgesteckt hat. Halbstarke junge Männer, die sich von ihrer Jugend verabschieden, zum Beispiel in FÜR DIE ABWESENDE DAME (2023). In DAS FLIESST IN MEINEM BLUT (2022) trennen sich Freunde am Ende des Sommers, um in ihren jeweiligen Alltag zurückzukehren, und in KRIVOLUCHYE (2019) suchen Andrej und Oksana nach einem Jahr der Trennung Antworten auf die Frage: Warum gehen, warum bleiben? In SHARDS (2024) hat Masha diese Suche fortgesetzt und den Peter-Liechti-Wanderpreis 2026 gewonnen. Masha wächst in Tula auf, 200 Kilometer südlich von Moskau. Ihre Eltern waren Schriftsteller und lernten sich am Maxim-Gorky-Literaturinstitut kennen, das auch Masha später besuchte, nachdem sie an der Lomonosov-Universität Journalismus studiert hatte und bevor sie die Dokdokdok-Schule für moderne Fotografie absolvierte.

François Sculier

François Sculier

François lebt in Paris. Seine Arbeit als Regisseur und Cutter führte ihn durch ganz Europa, unter anderem nach Griechenland und in die Tschechische Republik, aber auch in den Iran, nach Burkina Faso, Sansibar und Marokko. Dadurch gewann er ein tieferes Verständnis für die vielfältigen Realitäten und die Komplexität, die die Welt ausmachen. Seit den 90er Jahren hat er mehrere Dokumentarfilme geschnitten, darunter zuletzt SAVE OUR SOULS von Jean-Baptiste Bonnet (Auszeichnungen in Nyon, Dei Popoli, Coimbra, beim Festival Jean Rouch, von Amnesty Int…), THE KINGDOM OF KARTLI von Julien Pebrel und Tamar Kalandadze (Beste Regie und Bester Debütfilm beim IDFA) sowie „THE PACT OF ALEPPO“ von Karim Serjieh (Grand Prix Escale documentaire La Rochelle, Bester Debütfilm beim Festival Jean Rouch), „GARDERIE NOCTURNE“ von Moumouni Sanou (Bester Dokumentarfilm beim Fespaco). Außerdem ist er als Trainer und Berater im Bereich Schnitt tätig.

Jury Shorts

Myrien Barth

Myrien Barth

Myrien ist Videokünstlerin & Filmemacherin und verfolgt eine spielerische, tagebuchartige und essayistische Erzählweise in ihren Filmen, ausgehend von oft familiären Themen. In ihren experimentelle Videoarbeiten erforscht sie die Ästhetik ihrer filmischen Werkzeuge, interessiert sich für Zwischenbereiche von digitalen Pixeln und verfolgt die räumlichen Möglichkeiten von Videoarbeiten. Sie lebt seit Herbst 2018 in Basel und absolvierte 2014 den Bachelor in der Studienrichtung Video in Luzern; seither arbeitete sie als selbständige Filmemacherin und gründet schliesslich ihre eigene Filmproduktionsfirma. Myrien leitet ebenso Filmworkshops und realisiert im Duo mit Bonny Orbit Auftragsfilme für Kunst & Kultur.

Jonas Jäggy

Jonas Jäggy

Jonas wurde 1981 in Basel, Schweiz geboren und studierte er Visuelle Kommunikation an der HGK Basel und der Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam und erhielt 2004 ein Diplom als Designer FH. Seit 2004 arbeitet er als freischaffender Kameramann, wobei er eine tiefe Wertschätzung für Dokumentarfilmprojekte entwickelt hat. Im Jahr 2019 schloss er einen Master in Film an der ZHdK ab und verfeinerte dabei weiter seinen erzählerischen Ansatz in der Kameraarbeit. Er ist Mitglied der Swiss Cinemathographers Society (SCS).

Caroline Feder

Caroline Feder

Caroline, geboren in Basel, machte nach der zweisprachigen Matura ein Fotografie Lehrdiplom an der CEPV in Vevey. Gleich im Anschluss absolvierte sie das Filmstudium (BA) an der Zürcher Hochschule der Künste mit Vertiefung Filmschnitt und einem Austauschsemester in New York. 2023 folgte ein MA-Abschluss in Entertainment Producing an der ifs Köln. Ihren Berufseinstieg begann Caroline bei der Werbeproduktionsfirma &Söhne in Zürich, wo sie unter anderem als Associate Producer beim ersten interaktiven Spielfilm LATE SHIFT über mehrere Jahre mitwirkte. Ab 2017 ist war sie als Unterrichtsassistentin bei der Fachrichtung Cast / Audiovisual Media an der ZHdK angestellt und ist dort seit 2023 als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Lehre und Forschung tätig. Neben Video-Schnitt, Formatentwicklung und Podcasting unterrichtet sie dort auch im Minor CREATORS' ROOM und betreut Diplomprojekte. Seit mehr als 12 Jahren Caroline nebenbei als freischaffende Editorin für dokumentarische Filme und journalistische Formate tätig (SRF, NZZ Format, 3Sat, Arte und andere Produktionen).