Ein sanfter Blick auf die Menschen, die in argentinischen Zoos und Tiere betreuen, sie beobachten, mit ihnen sprechen und vielleicht sogar mit ihnen befreundet sind. Der Film wirft einen intimen Blick auf die Tiere in Gefangenschaft und auf die zarten, ja bisweilen auch zärtlichen Bande, die zwischen Menschen und Tieren geknüpft werden. Die Nähe und Fürsorge schaffen aber auch Abhängigkeiten, die von der kolonialen Vergangenheit infiziert sind und unseren Blick auf die Natur verstellen.
DIRECTOR
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Jessica Sarah Rinland
Ihre Filme sind Einladungen, die Natur mit den Augen zu ertasten. Die kleinen Kunstwerke sind sinnliche Epigramme, mit denen die argentinisch-britische Künstlerin und Filmemacherin naturkundliche - aber auch andere - Nebensächlichkeiten in den Fokus rückt. Jessica Sara Rindlands Kurzfilme sind wie Archive, die nicht nur vom Objekt der Betrachtung erzählen, sondern auch von der Person, die sammelt, bewahrt und erforscht, wie in A BOILED SKELETON (2013), in dem sie die Reise eines Wals in den Keller eines Londoner Museums erzählt.
MONÓLOGO COLECTIVO ist eine konsequente Weiterführung ihrer bisherigen Arbeit, geht aber in Komplexität und Umfang weit darüber hinaus.