RAS VKHEDAVT, RODESAC CAS VUKUREBT?

  • Alexandre Koberidze

Vier Füsse in Schuhen, zwei Menschen, ein Buch, das zu Boden fällt. Alexandre Koberidzes heimlicher Berlinale-Hit beginnt mit einer flüchtigen Begegnung, die für Lisa und Giorgi fatale Folgen hat. Ein Treffen wird vereinbart, das nie wie erwartet stattfindet, weil beide über Nacht eine ungeheuerliche Wandlung durchmachen: Als sie erwachen, sind ihre Körper andere und ihre Talente (für die Medizin, für den Sport) verschwunden. Sie warten im Café, erkennen einander nicht, gehen erneut getrennte Wege – und wir mit ihnen, durch ihren Alltag, ihr neues Leben, durch ihre Stadt: das georgische Kutaissi.

Unberechenbar in der Form wie in der Art des Erzählens erweitert der DFFB-Absolvent in seinem bemerkenswerten Abschlussfilm eine magische Prämisse zu dem wundervoll leichtfüssigen Porträt eines Ortes und seiner Menschen, eines Sommers und einer Zeit, die keine Eile kennt. Die Wahrheit liegt auf der Strasse, im unbeschwerten Fussballspiel der Kinder, im Streunen der Hunde, in der Musik. Koberidze verwandelt das Alltägliche ins Poetische und schafft es, die Dinge wie die Gedanken mit einem zarten filmischen Zauber zu belegen, der sie für den Moment nicht nur absolut, sondern ganz und gar lebendig macht.

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