JE VEUX VOIR

  • Frankreich, Libanon
  • 2008

Hadjithomas und Joreige siedeln ihre unvergleichliche Geschichte von Je veux voir im Herzen der Filmkunst an, die einerseits aus Stars und fiktivem Spektakel besteht, und die doch auch in Dokumentarfilmen von alltäglichen Menschen erzählt. Was passiert, wenn man Catherine Deneuve – die Muse des gehobenen französisches Kinos schlechthin – dazu einlädt, in Begleitung des bekannten libanesischen Schauspielers und Videokünstlers Rabih Mroué Ruinen zu durchqueren, die der Krieg von 2006 im Süden des Landes hinterliess? Das Duo hinter der Kamera – und manchmal auch davor – schickt Deneuve und Mroué auf einen denkwürdigen, bisweilen täuschend improvisierten Tagesausflug. Mehrere Vorfälle unterbrechen die Reise der beiden und lassen das katastrophale Ausmass des Krieges erahnen, der Rabih Mroués Heimatdorf zerstörte. Gerne hätte er der Ikone sein Elternhaus gezeigt: Doch es liegt in Trümmern. So werden ein grosser Star und ein grosser Schauspieler in eine reale Geschichte der Zerstörung verwickelt. jp

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