MONOS

  • Alejandro Landes

Guerillas im Nebel, stationiert im Nirgendwo einer kolumbianischen Hochebene. Die acht Teenagersoldaten, die sich über Kampfnamen wie Rambo, Dog und Smurf identifizieren, sollen in der Abgeschiedenheit des Hinterlandes eine paramilitärische Einheit bilden. Sie trainieren intensiv und geben sich Mühe, neben einer kostbaren Milchkuh auch die US-Amerikanerin Doctora zu bewachen, die sie im Auftrag ihrer «Organisation» gefangen halten. Doch es dauert nicht lang, bis die prekäre Situation eskaliert und die Truppe mitsamt ihrer Geisel zum Rückzug in die Tiefe des Dschungels gezwungen wird. Aufbauend auf diesem minimalen Handlungsgerüst hat der brasilianische Regisseur Alejandro Landes ein surreales, optisch wie akustisch überwältigendes Überlebenskampfszenario geschaffen, das die psychologische Dichte von William Goldings Inseltrauma «Herr der Fliegen» in den Horror moderner Kriegsführung überträgt. Vor allem eine imposante Bildsprache und der oszillierende Soundtrack von Mica Levi machen Monos zu einer höchst eindringlichen Erfahrung der Sinne, Emotionen und Instinkte. Hierarchien lösen sich auf, Machtverhältnisse verschieben sich, doch Landes behält auch in seinem dritten Spielfilm stets die Oberhand eines jungen Auteurs, der seiner Ausdruckskraft keine Grenzen setzt.

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