ABADAN

  • Mani Haghighi

Eine Erzählung von Männern, deren Namen auf A anheben, die aufbrechen, aber nicht unbedingt wiederkehren. Der alte Amir macht sich auf den Weg zu einem Freund, um diesem etwas zu überreichen – und verschwindet. Seine Tochter Marjan bittet ihren Gatten Aman, von dem sie sich schon lange entfremdet hat (und umgekehrt), den Vater zu suchen. Amir, wiederum, fragt seinen alten Freund Atta, ob er ihm bei der Suche helfen kann. Es stellt sich allmählich eine doch nicht ganz unwichtige Frage: Was wollte Amir diesem alten Freund geben – und was gibt es noch in Abadan?

Mani Haghighis Langfilmdebüt ist eine eigentümliche Mixtur aus surreal unterspülter Komödie und psychologisch vertrackt-vergrübeltem Städtermelodram. Man könnte sagen: Seine beiden erzählerischen Kernimpulse ringen hier miteinander, ohne dass eine Tonlage gewänne, warum auch? Eine Schnittmenge finden sie in einem gewissen existenziellen – um nicht zu sagen: existenzialistischen – Unbehagen an der Gegenwart des Iran, speziell seiner Mittelschicht, die anscheinend auf- wie abgeklärter ist, als es sich offiziell gehört. Da Haghighi Abadan nicht vorab von der Obrigkeit absegnen liess, gabs den üblichen Ärger. Haghighi nahms mit Fassung.

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