BYL MESJAC MAJ

  • Marlen Chuciev

Unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs befindet sich eine Gruppe sowjetischer Soldaten auf dem Bauernhof einer deutschen Familie, die prachtvolle Schweine züchtet. Über das Kriegsende sowie über die Anwesenheit der Sieger in seinem Haus, scheint sich Raschke, das Haupt der Familie, zu freuen. In seinen Begegnungen mit dem zwanzigjährigen Leutnant betont er immer wieder stolz: «Krieg kaputt. Wir haben die Stiefel ausgezogen und sie gegen Schuhe ausgetauscht. Stiefel nieder!» Erst im zweiten Teil des Films, als KZ-Zeugen sich an das tatsächlich Geschehene erinnern, erfahren wir mehr auch über die Vergangenheit des reichen Bauern.

Marlen Chuciev schafft mit seinem eindringlichen Film It was in May auch ein Mahnmal für die Opfer faschistischer Greueltaten. Er rahmt den Spielfilm mit Originaldokumenten aus dem Zweiten Weltkrieg und nach dessen Ende. So setzt er Bilder des siegreichen Einmarsches sowjetischer Truppen in Berlin an den Anfang seines Antikriegsfilm. Und schärft gegen Ende mit der Montage von eingefrorenen Dokumentaraufnahmen aus KZ-Lagern und Bildern des freien Lebens in den pulsierenden Weltmetropolen ein, dass das Geschehene nie wieder geschehen darf.

RELATED MOVIES

IJUL’SKIJ DOŽD

Marlen Chuciev UdSSR 1967

IJUL’SKIJ DOŽD

THE FAREWELL PARTY

Peter Strickland Ungarn 2015

THE FAREWELL PARTY

Synthetic Sincerity

Marc Isaacs Grossbritannien 2025

Synthetic Sincerity

Last Things

Deborah Stratman USA, Portugal, Frankreich 2023

Last Things

FUTATSUME NO MADO

Naomi Kawase Japan 2014

FUTATSUME NO MADO

THEY SHALL NOT GROW OLD

Peter Jackson Grossbritannien, Neuseeland 2018

THEY SHALL NOT GROW OLD

RAK TI KHON KAEN

Apichatpong Weerasethakul Th, UK, F, D, Mal, SK, Mex, USA, Nor 2015

Award Icon
RAK TI KHON KAEN

BADEN BADEN

Rachel Lang Belgien, Frankreich 2016

BADEN BADEN